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Inge Jünger-Zobel (l.) und Ingrid Stevens vor dem Mehrgenerationenhaus in Cloppenburg. Fotos: Jana Menke
Einmal mit der Kanzlerin ins Gespräch kommen – das erlebte am Mittwoch jetzt Ingrid Stevens vom Sozialdienst katholischer Frauen. Sie nahm an der Reihe „Digitaler Bürgerdialog” mit Bundeskanzlerin Angela Merkel teil. Inge Jünger-Zobel, die ebenfalls für den SkF tätig ist, hat Ingrid Stevens als Teilnehmerin ins Gespräch gebracht und ihren Namen an die SkF-Zentrale in Dortmund weitergeleitet. Die Zentrale wählte sie dann als Teilnehmerin aus.
 
Im Mittelpunkt des bereits achten digitalen Dialoges stand dieses Mal die Situation der ehrenamtlichen Arbeit in der Pandemie. Neben Ingrid Stevens vom SkF haben neun weitere ehrenamtliche Helfer, beispielsweise von der „Tafel” und der „Arche”, am Dialog teilgenommen.
 
Ingrid Stevens erzählte am Freitag, 28. Mai, während einer Pressekonferenz im Mehrgenerationenhaus in Cloppenburg, vom fast 2-stündigen Gespräch mit der Kanzlerin. So sei es der Kanzlerin wichtig gewesen, sich im digitalen Bürgerdialog mit Menschen auszutauschen, die tagtäglich mit den Auswirkungen von Corona konfrontiert werden. Ingrid Stevens berichtete im Dialog von ihrer ehrenamtlichen Arbeit, konnte Probleme ansprechen und Wünsche äußern, auf die die Kanzlerin dann eingegangen ist. Darunter beispielsweise der Vorschlag von Ingrid Stevens, die Corona-Hilfe von 150 Euro pro Kind, nicht bar, sondern zweckgebunden als Gutschein an die Familien weiterzugeben.
 
Seit mehr als zehn Jahren ist Ingrid Stevens ehrenamtlich als Familienpatin beim SkF tätig. Dabei unterstützt sie die Familien bei alltäglichen Dingen, wie Kinderbetreuung und das circa vier Stunden pro Woche. Momentan ist sie Patin einer syrischen Familie mit sieben Kindern und das bereits seit über vier Jahren. Da baut sich eine Bindung zu den Familienmitgliedern auf und Ingrid Stevens erlebt hautnah, wie diese Familie mit Corona umgeht. So würden die Kinder gerne in die Schule gehen, um zu lernen, Sportvereine besuchen, um die sozialen Kontakte zu pflegen. All das ist momentan eher schwierig.
 
„Es war ein rundherum tolles Erlebnis, an dem Dialog teilnehmen und die Kanzlerin kennenlernen zu dürfen”, so Ingrid Stevens. „Einen Tag vor dem Gespräch wurde die Technik geprüft, damit am Mittwoch auch alles glatt laufen konnte.” Vor dem Gespräch sei sie zwar aufgeregt gewesen, aber als der Dialog dann stattfand, war die Aufregung vorbei, denn die Kanzlerin sei eine sympathische, organisierte und sehr interessierte Frau, die ihre Wertschätzung gegenüber ehrenamtlicher Tätigkeiten während des Gesprächs zum Ausdruck brachte.
 
Den Dialog und weitere Infos finden Sie hier.