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Wildeshausen.
Seit einigen Tagen schon können Spaziergänger auf dem Pestruper Gräberfeld in Wildeshausen wieder die etwa 100 Moorschnucken von Schäfermeisterin Susanne Loewe und Ole Wohlann auf der Heide beobachten. 2007 initiierte Heiner Brüning, Revierleiter bei den Niedersächsischen Landesforsten, die Beweidung des 33 ha großen Areals am Rande von Wildeshausen. Seit zwei Jahren arbeitet er zusammen mit Susanne Loewe und ihrem Team. „Die Schafe werden voraussichtlich bis Ende Mai die Heide beweiden und sollen vor allem auch die frisch austreibenden Kiefern, Birken und Faulbaumsträucher kurzhalten“, so der Förster.

Nachts sind die Schafe im Schafkoben, den der Heimatverein Düngstrup zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt hat. So sind die Tiere vor nächtlichen Räubern geschützt. Wasser für die Tränke und Strom für den Weidezaun werden von der Familie Schomburg gesponsert, die in der alten Schäferei wohnt. „Über die Jahre hat sich hier eine tolle Zusammenarbeit mit vielen Unterstützern entwickelt. Meinen herzlichen Dank an alle“, freut sich Brüning über das Projekt.

In diesem Jahr muss die beliebte öffentliche Schafschur pandemiebedingt leider wieder ausfallen. In den Genuss des Anblicks der weidenden Schnucken können Besucher aber auch bei einem Rundgang kommen. Die Niedersächsischen Landesforsten appellieren dabei an die Besucher des Gebietes, die Leinenpflicht für Hunde einzuhalten. „Nicht nur wegen möglicher Beunruhigung der Schafherde, sondern auch wegen der einsetzenden Brut- und Setzzeit (1.4 bis 15.7.) gehören Hunde an die Leine. Das Rauchen und Feuermachen ist von März bis Oktober jeden Jahres im Wald, in Mooren und in Heiden untersagt“, so Heiner Brüning. Das Pestruper Gräberfeld ist zusammen mit dem „Rosengarten“ als Naturschutzgebiet ausgewiesen, daher gilt ganzjährig ein Wegegebot und die Entnahme von Pflanzen oder Teilen davon ist nicht gestattet.
Foto: Landesforsten/Wiebke Schmidt

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