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„Die Spur des Schweigens” von Amelie Fried

Landkreis. Eine Journalistin, die kaum etwas zu verlieren hat, ein angesehener Mitarbeiter eines renommierten Forschungsinstituts, der die Vorwürfe gegen ihn abstreitet und eine Wahrheit die erzählt werden will – das ist „Die Spur des Schweigens.“

Julia Feldmann ist Journalistin. Die große Story hat sie bislang aber noch nicht gefunden. Julia arbeitet als freie Mitarbeiterin und kann sich nur mit Mühe über Wasser halten. Langsam glaubt sie ihr Umfeld hatte Recht damit, dass sie etwas anderes hätte studieren sollen. Dann bekommt Julia einen Hinweis: In einem bekannten und angesehenen Forschungsinstitut sollen sexuelle Übergriffe stattfinden. Die Journalistin ist anfangs nur halbherzig an der Geschichte dran, hat sie doch den attraktiven, angeblichen Täter kennengelernt und er ist kein Unbekannter: Es handelt sich um einen Mitarbeiter des Instituts, der dort eine hohe Position bekleidet. Je mehr Julia nachforscht, desto mehr erkennt sie, dass auch ihr vor Jahren verschwundener Bruder in die Geschichte verstrickt ist. Sie beschließt nicht locker zu lassen und begibt sich auf gefährliches Terrain. Ist an den Vorwürfen gegen den Mitarbeiter was dran? Was hat ihr Bruder mit der Sache zu tun und wie glaubwürdig sind die Aussagen der jungen Frauen?

Dies war der erste Roman den ich von Amelie Fried gelesen habe und es wird nicht mein letzter sein. Der Roman ist aus der Erzählerperspektive geschrieben. Fried versteht es Charaktere lebendig werden zu lassen, indem sie deren Gedankengänge detailliert darstellt. Es gab einige Momenten in denen ich dachte „Hey, ich habe gerade genau das Gleiche gedacht!“ Als Leser fühlt man mit der Protagonistin mit, ist aufgeregt, schockiert und teilweise erstaunt. Ich mochte Julia Feldmann als Protagonistin sehr gerne. Sie ist tough, nicht auf den Mund gefallen und hat Biss!

Das Buch ist eine klare Leseempfehlung. Für mich als Vielleser ist dieser Roman aus der Masse, der von mir verschlungenen Bücher, total rausgestochen und hallt lange nach, vorallem weil „sexueller Missbrauch“ immer noch ein Thema ist, über das oft geschwiegen wird.

Von Jana Menke

Foto: Penguin Random House Verlag
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