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Heute ein Megastar, hat aber auch schon in kleineren Indie-Filmen mitgespielt: Brie Larson (3.v.l.). Bild: Memento Films

ak. Das kleine Indie-Drama „Short Term 12” mit Brie Larson („Captain Marvel”, „Raum”) in der Hauptrolle ist ein echter Geheimtipp. Neben der Marvel-Heldin ist aber auch der kommende James Bond-Bösewicht – ein junger Rami Malek – zu sehen, bevor er bekannt wurde, u.a. durch die Hit-Serie „Mr. Robot”.

Darum geht’s: Die Mittzwanzigerin Grace (Brie Larson) arbeitet zusammen mit ihrem Partner Mason (John Gallagher Jr., bekannt aus der Serie „Westworld” oder dem Film „10 Cloverfield Lane”) in einem Heim für schwer erziehbare Kinder und Jugendliche. Das junge sympathische Betreuer-Paar versucht, sich um die Jugendlichen zu kümmern, besonders um die verschlossene Jayden, die gerade erst in dem Heim angekommen ist und noch keinen Anschluss findet. Eigentlich hat Heimleiterin Grace ihre eigenen Probleme: Sie ist schwanger, möchte aber abtreiben, während Partner Mason davon aber nichts weiß und sich stattdessen auf den Nachwuchs freut.

Es sind die kleinen Momente in dem Film, die ihn so authentisch erscheinen lassen. Nicht umsonst hat sich Hauptdarstellerin Brie Larson im Vorfeld in unterschiedlichen Heimen engagiert. Das hat sich ausgezahlt, denn gerade Szenen, wie Grace der jungen Jayden von ihrer eigenen Vergangenheit erzählt, bleiben im Kopf. Hier zeigt sich, dass die spätere Superhelden-Darstellerin („Captain Marvel”) auch anders kann, bildet sie doch den dramaturgischen Dreh- und Angelpunkt der Handlung. Mehr als nur einmal zeigt sich, dass sich tiefsitzende Konflikte nicht einfach mit einem Fingerschnippen aus dem Weg räumen lassen, wohl aber, dass einige Hürden im Dialog genommen werden können.
Eine kleine Indie-Perle, die leider viel zu unbekannt ist. Dabei bekommt der geneigte Film-Fan hier sogar einen jungen Rami Malek zu sehen, den man spätestens seit „Bohemian Rhapsody” als Queen’s Freddy Mercury-Darsteller kennt.

Derzeit gibt’s den Film bei Amazon zum Streamen. Immer wieder taucht „Short Term 12” aber auch vorübergehend in kostenlosen Streaming-Bibliotheken auf, wie beispielsweise bei Netzkino. Eine aktuelle Übersicht gibt’s bei den Kollegen auf werstreamt.es.