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Alte Hofanlagen bieten viel Potenzial zur Schaffung von Einliegerwohnungen. Foto: Karsten Paulick/Pixabay

Artland.
Der Bedarf an kleinräumigem Wohnraum in der Samtgemeinde Artland steigt. Im Projekt Artland Smart ist die Integration einer Web-Plattform für den lokalen Wohnungsmarkt geplant. So können sich Neuankommende, Studierende und Bürger schnell über aktuelle Vermietungsangebote in der Samtgemeinde Artland informieren. Das berichtet die Samtgemeinde in einer Pressemitteilung.

Die finanzielle Förderung zur Schaffung kleinräumigen Wohnraums in Bestandsimmobilien sei dabei ein besonders erfolgsversprechendes Anliegen. „Uns ist es wichtig, dass bei Artland Smart nicht nur eine Plattform im Internet entsteht, sondern sich auch vor Ort die Dinge verbessern“, erklärt Frauke Brokfeld, Wirtschaftsförderin der Samtgemeinde Artland und Initiatorin des Projekts Artland Smart, den Bezug zum Projekt.

Ältere Einfamilienhäuser, die oft nur von einer Person bewohnt werden, aber auch Artländer Hofanlagen bieten viel Potenzial zur Schaffung von Einliegerwohnungen. Ebenso wird die Wohnform der WG in der Samtgemeinde Artland kaum angeboten.

Im Zuge dessen weist die Verwaltung darauf hin, dass seit Anfang 2020 ein Wohnungsbauförderprogramm der Samtgemeinde Artland aktiv ist. Auf der Website www.artland.de können Interessierte die Förderrichtlinie abrufen und direkt ein Antragsformular herunterladen. Unter der Federführung von Matthias Grüß, Zuständiger für den Bereich Städtebauförderung der Samtgemeinde Artland, und gefördert vom Landkreis Osnabrück stehen insgesamt 150.000 Euro Fördergelder zur Verfügung. Die eine Hälfte davon übernimmt der Landkreis Osnabrück, die andere Hälfte die Samtgemeinde Artland. Es werden Umbauprojekte mit bis zu 50% der Kosten, maximal aber 5000 Euro pro neu geschaffener Wohnung und 10.000 Euro pro Haus (bei zwei neu geschaffenen Wohnungen im Haus) gefördert. Einfamilienhäuser, die mindestens 25 Jahre alt sind, stehen dabei im Fokus. Die neu geschaffene Wohnung muss zwingend für eine maximale Nettokaltmiete von 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden. Somit wird die Schaffung bezahlbaren Wohnraums gesichert.

Bisher sind fünf Projekte im Rahmen des Förderprogramms umgesetzt worden. „Da ist noch Luft. Wir können noch ca. 15 Projekte fördern“, sagt Matthias Grüß zum bisherigen Stand der Dinge.

„Viele ansässige Unternehmen, die Werkstudierende, Auszubildende und Praktikanten in der Nähe ihres Unternehmens unterbringen wollen, sind auf der Suche nach Wohnungen für jüngere Menschen“, fügt Alexander Pampel, Projektmanager Artland Smart, hinzu.

Auch Franz-Georg Gramann, Geschäftsführer des Business- und Innovationsparks Quakenbrück (BIQ) betont, dass hier viel Bedarf herrscht. „Ich kann eine deutlich steigende Nachfrage feststellen und es fällt zunehmend schwer geeigneten Wohnraum zu finden. Insbesondere Ein- und Zwei-Zimmerapartments, aber zunehmend auch WGs in größeren Wohnungen werden nachgefragt und dringend benötigt“, beschreibt er die Lage, wenn Unternehmen, die im BIQ angesiedelt sind, ihn nach Wohnmöglichkeiten für neue Arbeitskräfte fragen.

Zum aktuellen Förderprogramm „Wohnraumbeschaffung im Altbaubestand“ kann unter (https://www.artland.de/staticsite/staticsite.php?menuid=2338&topmenu=1868) die Förderrichtlinie heruntergeladen werden.

 

Artland Smart
Artland Smart ist als Web-Portal geplant, das für mobile Nutzung optimiert sein wird. Bürger können sich auf der Plattform zu den Bereichen „Gastronomie“, „Wohnen“ und „Mobilität“ schnell informieren. Geplant sind z.B. ein Pendlerportal und ein Wohnungsmarkt für kleinräumigen Wohnraum in der Samtgemeinde Artland. Teilweise sollen auch Dienstleistungen direkt über die Website gebucht werden können (z.B. Reservierungen und Bestellungen in der Gastronomie).
BIQ
Der Business- und Innovationspark Quakenbrück (BIQ) ist ein gemeinsames Projekt der Samtgemeinde Artland und des Landkreises Osnabrück sowie des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik e.V. (DIL). Er wurde Mitte 2015 realisiert. In unmittelbarer Nähe zum DIL und auf ca. 2.800 Quadratmetern Gewerbefläche ist ein neuer Dreh- und Angelpunkt für Unternehmen, Existenzgründer und Forschungskooperationen im Bereich der Agrar- und Ernährungswirtschaft entstanden. Die Nähe zum Institut stellt dabei einen entscheidenden Faktor für die erfolgreiche Etablierung des BIQ dar. Inzwischen haben sich viele innovative Unternehmen im BIQ angesiedelt. Die Auslastung ist so groß, dass bereits die Schaffung eines Folgeprojekts (BIQ II) im Gespräch ist.
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