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„ASR” – hier am Bahnhof Cloppenburg – eines der Graffiti-Tags, das von den Polizeibeamten nun zugeordnet werden konnte. Fotos: ak
Auch heute sind noch viele der Graffitis in Cloppenburg zu sehen – wie hier auf einem Parkplatz am Hagenweg.

ak. Cloppenburg.
Ermittlungserfolg für die Polizei: In den letzten Wochen und Monaten waren in der Kreisstadt Cloppenburg immer häufiger neue Graffitis aufgefallen. „Corona-Maßnahmen stoppen”, „Maßnahmen = Wirtschafts-Aus” oder „Gastro öffnen” waren dabei einige Forderungen der illegalen Sprayer. Dabei fielen besonders die Tags (Signaturkürzel) „ASR” und „1ST” auf. Nun brachten umfangreiche Ermittlungen die Polizei auf zwei noch junge Tatverdächtige (21 und 22 J.) aus Cloppenburg.

Die Ermittlungen beziehen sich auf zahlreiche Sachbeschädigungen vom 26. bis 30. März – allesamt „Farbschmierereien, welche auch teilweise als regierungskritisch einzuordnen waren”, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung. Fotos davon fanden sich bereits kurze Zeit später im Netz wieder. Die Täter hatten unter „ASR x 1ST” eine eigene Facebook-Seite erstellt. Weiteres Beweismaterial stellten die Beamten letzte Woche bei einer Hausdurchsuchung, angeordnet durch die Staatsanwaltschafft Oldenburg, sicher. Ein Zeuge hatte sich ebenfalls mit Hinweisen an die Polizei gewandt, wie Polizeisprecherin Uta-Masmai Bley auf Nachfrage mitteilt.

Nach aktuellem Ermittlungsstand können den 21- und 22-jährigen Tatverdächtigen die politischen Schmierereien sowie die Graffitis mit dem Tag „ASR” zugeordnet werden, die auch heute noch an vielen Fassaden in der Innenstadt zu sehen sind. Die Verdächtigen wurden für weitere polizeiliche Maßnahmen auf die Cloppenburger Dienststelle gebracht, befinden sich aber mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Die Ermittlungsarbeiten und die Auswertung des neuen Beweismaterials dauern zunächst weiter an.