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Joseph Alterbaum wurde heute für seine besonderen Verdienste mit dem Marientaler der Kirchengemeinde HoKeBü ausgezeichnet. Foto: clpon/west

Hoheging/Kellerhöhe/Bürgermoor.
Diese Auszeichnung vergibt die Pfarrgemeinde St. Marien „HoKeBü” nicht allzu oft: Der „Marientaler” gilt als besonderes Zeichen der Anerkennung und als Dankeschön für herausragende Verdienste. Heute (13.05.21) überreichte Monsignore Dr. Dirk Költgen die massive Bronze-Plakette an einen Mann, der als stellvertretender Kirchenausschussvorsitzender, als Baubetreuer und Organisator aller Helfereinsätze nicht nur bei der aktuellen Kirchenrenovierung unverzichtbar war und ist: Joseph Alterbaum freute sich sehr über diese mit viel Applaus begleitete Ehrung.
Und das in einem ganz besonderen Gottesdienst: Die St. Marien-Gemeinde „HoKeBü” im Dreiländereck der Kommunen Cloppenburg, Garrel und Emstek feierte heute im Himmelfahrts-Hochamt den 100. Geburtstag ihrer Kirche. Im Jahr 1920 war das Gotteshaus am Erlenweg erbaut und am 12. Mai 1921 von Pfarrer Wempe aus Emstek eingeweiht worden. Pünktlich zum Jahrhunderttag erstrahlt die Saalkirche in neuem Glanz: Mit frisch gestrichenen Innenwänden und renoviertem Altarraum.
Dabei haben – wie damals beim Bau des Gotteshauses – viele engagierte Gemeindemitglieder aus Hoheging, Kellerhöhe und Bürgermoor mit angepackt. Für sie rollte Monsignore Költgen auf einem Servierwagen ein kleines Dankeschön herein: „Wenn es schon keine Helferparty geben darf, dann doch wenigstens eine Flasche Wein.” Und zur Erinnerung gab es für alle Gottesdienstbesucher noch kleine Fläschchen mit Weihwasser, etikettiert mit dem Foto eines Altarbildes und gut verstaut im alten Taufbecken – lange Jahre im Keller des Pfarrhauses vergessen und jetzt wieder aufpoliert und einsatzbereit.
Sein neuer Standort ist vorn in der Kirche, gleich neben dem neuen Altar, der heute erstmals in einer Eucharistiefeier zum Einsatz kam. Tischlermeister Ansgar Tellmann aus Cloppenburg hat den „heiligen Tisch” nach einem Entwurf des Cappelner Architekten Theo Dwertmann gebaut. Geschützt in diem Kubus aus Holz und teilweise satiniertem Glas befinden sich frühchristliche Märtyrerreliquien von St. Ursula, St. Faustina, St. Innocentia und der heiligen Prudentia, die aus der der aufgelösten Bonifatius-Kirche in Oldenburg stammen. Außerdem verbindet der in die Tischplatte eingelassene Altarstein des Vorgängerobjektes Alt und Neu.
Der neue Zelebrationstisch hat seinen Platz vor dem imposanten Barock-Hochaltar gefunden. Dieser war seinerzeit ein Geschenk der Langfördener St. Laurentius-Gemeinde gewesen – eine von viele Spenden, auch in den nächsten Jahrzehnten. Dem Neubau vor 100 Jahren folgten mehrere Renovierungen und Umbauten, auch die Ausstattung mit Figuren und künstlerischen Objekten wurde nach und nach erweitert.
• Unsere kleine Bildergalerie zeigt einige Impressionen der Kirche und der heutigen Festmesse. Fotos: clpon/west

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