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Immer mehr Falschgeld ist im Umlauf. Im vergangenen Jahr wurden besonders häufig 20-Euro-Noten gefälscht. Aber es werden laut Polizei auch immer mehr „50er”. Dies sind zwei echte Scheine, was man u.a. gut an den Hologrammen und am Wasserzeichen erkennt. Foto: tka

In letzter Zeit ist vermehrt Falschgeld im Umlauf gebracht worden. Für die meisten Menschen seien die gefälschten Euro-Banknoten nicht unmittelbar als solche erkennbar, warnt jetzt die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta.

pm/tka Kreis Cloppenburg.
Im Jahr 2020 ist mit Abstand die 20-Euro-Note am häufigsten gefälscht worden. Die Polizei beobachtet jedoch eine Zunahme an falschen 50-Euro-Scheinen. Beide Notenwerte machen nach Auskunft des Landeskriminalamtes Niedersachsen (LKA) mittlerweile einen Großteil aller „Falsifikate” aus.

Falschgeld wird vorwiegend bei Banken, aber auch in Geschäften entdeckt. Den ungewollten Besitz von falschen Geldscheinen zu vermeiden, sei nur gering beeinflussbar, schreibt die Polizei. Geldscheine – und somit auch Fälschungen – werden im alltäglichen Leben (z.B. Restaurant, Kaufhaus, Taxifahrt, Kiosk usw.) ständig bewusst wie unbewusst weitergegeben. Auch sei zu beobachten, dass bei Privatverkäufen (z.B. Ebay-Kleinanzeigen) Betrüger bewusst Falschgeld für hochpreisige Elektronikartikel herausgeben.

Wer durch Leichtgläubigkeit, Unachtsamkeit oder Gleichgültigkeit in den Besitz von gefälschten Banknoten gelangt, steht vor zwei großen Problemen, so die Polizei:

  1. Wer Falschgeld annimmt, hat den Schaden. Es gibt keine Entschädigung für den finanziellen Verlust.
  1. Im Falle der Weitergabe von Falschgeld läuft man Gefahr, sich selbst strafbar zu machen.

Vor diesem Hintergrund möchte die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta in Zusammenarbeit mit dem LKA auf diesem Wege eindringlich an alle appellieren, stets aufmerksam im Umgang mit Bargeld zu sein. Werden Geldscheine als Fälschungen erkannt, sollten sie umgehend bei der nächsten Polizeidienststelle abgegeben werden.

Bei den Falsifikaten handelt es sich nach Auskunft des Landeskriminalamts vorwiegend um Druckfälschungen. Diese würden nicht in Deutschland hergestellt, aber in grenznahen Staaten unter anderem für deutsche Abnehmer produziert. Ein großer Anteil des Falschgeldes (Tendenz steigend) wird über das Internet vertrieben. Nach Erkenntnissen der Polizei werden über illegale Handelsplattformen im Internet sowie im anonymen Teil des Internets, im Darknet, sowohl fertige Falsifikate als auch Informationen zur Herstellung von Falschgeld gehandelt. Auch werden dort u.a. gefälschte Hologramme für falsche Scheine angeboten. Dabei sollten Käufer beachten, dass es strafbar ist, sich falsches Geld zu beschaffen, in den Verkehr zu bringen oder anderen das Inverkehrbringen von Falschgeld zu ermöglichen, warnen die Beamten.

Die Täter nutzen das Falschgeld dann dazu, z.B. bei Discountern, im Grillrestaurant, in der Eisdiele, beim Bäcker oder an der Tankstelle preisgünstige Artikel zu bezahlen, um möglichst viel Wechselgeld zurück zu erhalten. Sie setzen darauf, dass Kassierer kaum Zeit haben, die Geldscheine auf Echtheit zu prüfen. Darüber hinaus sei die breite Masse der Bargeldnutzer nach wie vor besonders arglos im Umgang mit Banknoten, so dass die Fälscher noch immer ein lohnendes Verbreitungsgebiet vorfinden.

Wie erkennt man Falschgeld? Die Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) sowie auch die Deutsche Bundesbank stellen hierfür anschauliche Online-Informationen zu Verfügung: http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/falschgeld