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Am 10. Mai startet in Niedersachsen die Impfgruppe 3. Geplant sind bis Ende Mai weitere schrittweise Öffnungen dieser Gruppe. Doch es fehlt Impfstoff dafür, warnt die Kreisverwaltung. Foto: CDC/Unsplash

pm/tka Landkreis Cloppenburg.
Der Landkreis Cloppenburg ist irritiert über jetzt vom Land Niedersachsen angekündigte Öffnung der dritten Impfpriorisierungsstufe ohne dass dafür gleichzeitig ausreichend Impfstoff in Aussicht gestellt wurde. „Dies weckt falsche Erwartungen bei der Bevölkerung“, erklärte Landrat Johann Wimberg. „Wer geimpft werden möchte und priorisiert ist, muss damit rechnen, warten zu müssen. Der Landkreis kann diesen Vorgang nicht beschleunigen, da wir auf die Impfstofflieferungen des Landes angewiesen sind. Und die hinken der Nachfrage auch jetzt schon deutlich hinterher.“

Nur etwa 900 Impfdosen werden laut Ankündigungen des Landes in der kommende Woche an den Landkreis geliefert. 6352 Personen stehen allerdings bereits jetzt auf der Warteliste aus der Priorität 2. Daher stehe auf Grundlage der jetzigen Datenlage bereits fest, dass die Angehörigen der Priorität 3 trotz der Möglichkeit der Anmeldung ab nächsten Montag, 10. Mai, länger bis zu ihrem Impftermin warten müssen.

Es sei nicht zielführend, gleich eine Woche später die nächste Gruppe zu öffnen und kurz darauf die nächste. „Wir können nur um Geduld bitten, ohne mehr Impfstoff kommen wir leider nicht weiter“, so der Landkrat. Der Landkreis sei extrem schnell darin, verfügbaren Impfstoff unter die Haut zu bringen, doch durch die anhaltend schlechte Versorgungslage könne das Impfzentrum nicht täglich impfen.

 

Das Land hatte heute angekündigt, die Prioritätsgruppe 3 bis Ende Mai in drei Stufen weiter öffnen zu wollen.

Neben den Menschen über 60 Jahre sind ab dem kommenden Montag, 10. Mai, impfberechtigt:

  1. Personen mit folgenden Erkrankungen:

–        behandlungsfreie in Remission befindliche Krebserkrankungen,

–        Immundefizienz oder HIV-Infektion,

–        Autoimmunerkrankungen,

–        rheumatologische Erkrankungen,

–        Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Vorhofflimmern, koronare Herzkrankheit, arterielle Hypertonie,

–        Zerebrovaskuläre Erkrankungen, Schlaganfall und andere chronische neurologische Erkrankungen,

–        Asthma bronchiale,

–        0chronisch entzündliche Darmerkrankung,

–        Diabetes mellitus ohne Komplikationen,

–        Adipositas (BMI über 30).

  1. Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht.
  2. Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.
  3. Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht in einer Einrichtung leben und zudem über 60 Jahre alt sind oder eine der vorgenannten Erkrankungen haben.

In einem zweiten Schritt der Öffnung der Prioritätsgruppe 3 nach der Bundesimpfverordnung können ab Montag, 17. Mai auch die folgenden Personen und Gruppen einen Termin in ihrem Impfzentrum bzw. einen Wartelistenplatz erhalten:

  1. Tätige im Lebensmitteleinzelhandel
  2. Mitglieder von Verfassungsorgangen
  3. in relevanter Position Tätige bei Verfassungsorganen, Regierungen, Verwaltungen, Polizei, Zoll, Katastrophenschutz, THW, Hilfsorganisationen, Justiz und Rechtspflege, Medien- und Pressewesen
  4. in relevanter Position Tätige bei Auslandvertretungen, politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in Deutschland in den Bereichen: Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen

Der dritte und letzte Öffnungsschritt vor der vollständigen Aufhebung der Priorisierung folgt schließlich am Montag, 31. Mai, mit den folgenden Personen und Gruppen:

  1. Personen, die an Hochschulen tätig sind
  2. Wahlhelferinnen und -helfer
  3. in besonders relevanter Position Tätige in KRITIS Unternehmen, insbesondere: Apothekenwesen, Pharmawirtschaft, Bestattungswesen, Ernährungswirtschaft, Ver- und Entsorgung, Transport- und Verkehrswesen, Informationstechnik und Telekommunikationswesen
  4. Tätige in med. Einrichtungen, insbesondere in Laboren ohne Patientenbezug

Angehörige von Berufsgruppen müssen ihre Berechtigung über ein Schreiben ihres Arbeitgebers nachweisen, das zum Impftermin mitgebracht werden muss.

Wer aus medizinischen Gründen berechtigt ist, muss ein ärztliches Schreiben mitbringen.

Weitere Informationen dazu finden Interessierte in der Pressemitteilung des Landes unter www.niedersachsen.de

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