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Kartoffeln enthalten viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Foto: Coleur/Pixabay

Landkreis Cloppenburg.
Viele Gründe sprechen für den Verzehr der Knolle. Auch für ältere Menschen spielen Kartoffeln eine wichtige Rolle in der Ernährung. Denn sie enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe und weisen damit eine hohe Nährstoffdichte auf. Vorsicht heißt es jedoch bei grünen Stellen: hier muss die Knolle aus gesundheitlichen Gründen entsorgt werden. Mit der richtigen Lagerung lässt sich die Haltbarkeit verlängern und Lebensmittelverschwendung verhindern. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen gibt Tipps.

Vorsicht bei grünen Stellen und Keimlingen
Kartoffeln, die stark keimen oder viele grüne Stellen aufweisen, sollten nicht mehr verzehrt werden. „Hier hat sich der giftige Stoff Solanin gebildet. Er kann bei übermäßigem Verzehr Kopfschmerzen, Erbrechen und Durchfall auslösen“, erklärt Brigitte Ahrens, Ernährungsexpertin von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Diese Beschwerden können gerade für Seniorinnen und Senioren gefährlich werden. Kleine grüne Stellen können aber großzügig herausgeschnitten werden.

Tipp: Kartoffeln sollten in einer dunklen und trockenen Umgebung bei Temperaturen zwischen vier bis maximal zwölf Grad gelagert werden. So wird die Bildung von Solanin gehemmt. Auch brauchen die Knollen ausreichend Luft. Deswegen gilt es, die Kartoffeln nach dem Einkauf komplett aus dem Plastikbeutel zu nehmen.

Auf die Kennzeichnung achten
Für eine längere Haltbarkeit können Produzenten Kartoffeln mit einem Keimhemmungsmittel behandeln. Kartoffeln, die beispielsweise mit dem Wirkstoff Chlorpropham behandelt wurden, mussten mit dem Hinweis „nach der Ernte behandelt“ gekennzeichnet werden. Inzwischen ist der Einsatz von Chlorpropham bei Kartoffeln in der EU verboten. Händler können Lagerbestände dieser behandelten Kartoffeln aber noch abverkaufen. Andere Keimhemmer werden nicht gekennzeichnet. „Wer nur unbehandelte Kartoffeln essen will, greift am besten zu Bio-Ware aus der Region“, empfiehlt Ahrens. Denn im Bio-Anbau sind chemische Keimhemmer verboten.

Wertvoll für eine ausgewogene Ernährung
„Gerade in der Übergangszeit vom Winter in das Frühjahr benötigt der Körper Vitamin C für die Immunabwehr – 100 g Kartoffeln decken schon zehn Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin C“, erklärt die Expertin. Außerdem sind die Mineralstoffe Kalium, Calcium und Magnesium enthalten. Kalium spielt eine wichtige Rolle bei der Reizweiterleitung in Muskel- und Nervenzellen, für das Zellwachstum oder auch die Bildung von Eiweiß. “Die Kartoffel sorgt somit für eine ausgewogene Ernährung und wird mit 69 Kalorien auf 100 Gramm zu Unrecht als ‚Dickmacher‘ verpönt“, betont Ahrens.

Weitere Informationen und Wissenswertes über eine ausgewogene Ernährung für Seniorinnen und Senioren unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/genussvoll-aelter-werden.