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ak Bösel.
Es ist das dritte Mal. Das dritte Mal, dass die historische Museumseisenbahn allein in diesem Jahr mutwillig beschädigt wurde. „Man versucht schon, sich nicht mehr darüber aufzuregen”, sagt Karl-Heinz Scholz, Vorsitzender des Vereins Museumseisenbahn Friesoythe-Cloppenburg im Gespräch. Was war passiert?

Am Standort Bösel wurde ein Waggon, der seit ca. acht Jahren Teil der Museumseisenbahn ist mit Graffiti beschmiert und Scheiben wurden eingeschlagen bzw. beschädigt. Passiert sein muss das Ganze nach Polizeiangaben zwischen Samstag und Montag, 17.-19. April. Allein dadurch entstand ein Sachschaden von „mindestens 2500 Euro”, so Scholz. Mit dem Schaden von Ende Januar ergibt sich damit eine Gesamtsumme über 10.000 Euro.

Der Sachschaden wird auf etwa 2.500 Euro geschätzt.

Kurzer Rückblick: Ende Januar wurden in Staatsforsten ein Salon- und ein Umbauwagen sowie eine Lok des vor 17 Jahren gegründeten Vereins nahezu komplett verwüstet. Mit zahlreichen Spenden wurde zumindest Geld für die Restaurierung in Staatsforsten aufgebracht. Der Waggon in Bösel steht vorübergehend auf dem sprichwörtlichen Abstellgleis. „Das gibt sonst zu viele Baustellen auf einmal”, sagt Scholz im Gespräch. Um den Waggon, der zwischen 1958 und 1963 gebaut wurde, wolle man sich „vielleicht nächstes oder übernächstes Jahr kümmern”, sagt der Eisenbahner.
Vor kurzem erst wurde das Lager an der Thüler Straße in Bösel wieder auf Vordermann gebracht, ein Waggon wird derzeit aufbereitet. Im Mai soll es dann auch endlich mit ersten Restaurierungs-Arbeiten in Staatsforsten losgehen. Zumindest die Scheiben und im Innenraum werde etwas gemacht, wenn es nach dem Karl-Heinz Scholz geht. Wieso bislang nichts passiert ist? Viele der Handwerksbetriebe haben während der Corona-Pandemie einfach ein volles Auftragsbuch und schlichtweg keine Zeit, wie Karl-Heinz Scholz im Gespräch durchblicken lässt.
Wie für viele Vereine ist es auch für Museumseisenbahn Friesoythe-Cloppenburg e.V. eine schwierige Zeit. Die letzte Fahrt auf der über 100 Jahre alten historischen Bahnstrecke, die von Cloppenburg bzw. Friesoythe aus über die Haltestellen in Bethen, Varrelbusch-Staatsforsten, Garrel und Bösel führt, fand im Februar letzten Jahres, kurz vor dem ersten „Lockdown”, statt. Die erste Fahrt fand übrigens im Jahr 1906 statt. 800 Fahrgäste waren zum Frühschoppen von Friesoythe nach Cloppenburg gefahren. Ebenfalls fallen aufgrund der Pandemie-Lage aktuell die standesamtlichen Trauungen in der Museumseisenbahn, die sonst in Zusammenarbeit mit der Stadt Friesoythe angeboten werden, aus.


Auf die Frage, wie man dem Verein helfen kann, sagt Karl-Heinz Scholz „Mitglieder!” Neulinge seien immer willkommen. Davon gibt’s aber immer weniger. 65 zählt der Verein zurzeit. Zwei Neuzugänge konnte Scholz „seit Staatsforsten” (Ende Januar 2020) verzeichnen. Wer also Interesse hat, die historische Eisenbahn nicht nur näher in Augenschein nehmen sondern auch Mal mit anpacken möchte, findet den Mitgliederantrag unter dem Link https://bit.ly/3es8dcs.

Einen offiziellen Spendenaufruf des Vereins hat es bislang zwar nicht gegeben, wer dem Verein aber trotzdem etwas Gutes tun und ihm finanziell unter die Arme greifen möchte, kann eine Spende an den Museumseisenbahn Friesoythe-Cloppenburg e.V. (IBAN: DE 05 280 691 09 0099 887702) senden.

Mehr zum Verein unter museumseisenbahn-friesoythe-cloppenburg.de.