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CAG-Schulleiterin Annette Ovelgönne-Jansen, Laura Willenborg (Mit Urkunde), die betreuende Fachlehrerin Lore Lübbers und Heimatbund-Geschäftsführerin Gisela Lünnemann bei der Preisverleihung. Foto: G. Henneberg

Cloppenburg.
„Es ist so toll, wenn junge Menschen sich mit brisanten Themen auseinandersetzen und eine eigene Meinung bilden.“ Mit dieser Aussage überreichte jetzt die Geschäftsführerin des Heimatbundes Oldenburger Münsterland Gisela Lünnemann der 18-jährigen Laura Willenborg eine Urkunde für den gewonnenen Schülerpreis OM. Diesen erhielt die Schülerin des Cloppenburger Clemens-August-Gymnasium (CAG) für ihre Facharbeit mit dem Titel „Clemens August Graf von Galen – ein passender Namensgeber für ein Gymnasium in heutiger Zeit?“ In dieser setzte sich Willenborg kritisch auseinander mit dem vor allem für seinen Mut im Kampf gegen die Nationalsozialisten bekannten von Galen.

Notwendigerweise kritisch, denn der in Dinklage geborene von Galen vertrat auch eine national-konservative Haltung und keine demokratischen Grundsätze, was nicht als vorbildhaft gesehen werden dürfe, schreibt Willenborg. Sie kommt, heißt es in der Urkunde, zu folgendem Fazit: „Die Kontroverse um die Diskussion von Galens ist berechtigt und die Namensgebung darf nicht uneingeschränkt akzeptiert werden. Das Clemens-August-Gymnasium sollte allein die drei Predigten des Sommers 1941, in denen er Mut und Mitgefühl zeigte und sein Leben riskierte, als Grundlage für die Namensgebung sehen, und diese Einstellung und die dahinter verborgenen Werte und Normen repräsentieren und weitergeben.“ Und diese Werte seien aktueller denn je, stellt Lünnemann fest.

Auch die betreuende Fachlehrerin Lore Lübbers und CAG-Schulleiterin Annette Ovelgönne-Jansen freuen sich über die herausragende Leistung der Abiturientin. „Wir setzen uns immer wieder mit dem Namensgeber unserer Schule auseinander“, so Ovelgönne-Jansen, „und da wird uns diese Arbeit sehr hilfreich sein.“ Willenborg habe, führt Lübbers aus, nicht nur die Akten im Stadtarchiv eingesehen, sondern auch zahlreiche Interviews geführt und die Fragestellung in die Schullandschaft und die Namensgeber anderer Schulen eingebettet. „Eine herausragende Arbeit, die ich sehr gern mehrmals gelesen habe“, fügt Heimatbund-Geschäftsführerin Lünnemann hinzu.

Der Schülerpreis wird jedes Jahr im Rahmen des Münsterlandtages vom Heimatbund an herausragende Arbeiten zum Thema „Region macht Schule!“ vergeben. Ende 2020 musste der Münsterlandtag wegen der Corona-Pandemie leider ausfallen, darum werde die Verleihungen jetzt nachgeholt. „Wir hoffen auf den Münsterlandtag im November 2021 und haben auch schon die ersten Bewerbungen für den Schülerpreis vorliegen“, freut sich Lünnemann.

Alle Schulformen, Altersstufen und Fächer können sich bewerben bis zum 15. September 2021. Aktuelle Informationen unter www.heimatbund-om.de und www.schulportal-om.de.

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