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Rudolf und Lore Bögershausen freuten sich sehr über das verliehene Bundesverdienstkreuz. Landrat Johann Wimberg und Bürgermeister Marcus Willen (r. im Hintergrund) lobten die vielen ehrenamtlichen Verdienste von Rudolf Bögershausen. Foto: Sascha Rühl /LK Cloppenburg

Landkreis Cloppenburg.
Für seine zahlreichen und langjährigen ehrenamtlichen Verdienste ist Rudolf Bögershausen am 4. Mai im Ratssaal der Stadt Löningen in sehr kleinem Kreis das Bundesverdienstkreuz verliehen worden. „Auch eine weltweite Pandemie darf nicht verhindern, dass Ihnen die Ehre zu Teil wird, die Ihnen gebührt“, betonte Landrat Johann Wimberg, der das Bundesverdienstkreuz im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte.

Das Bundesverdienstkreuz solle nur an die verliehen werden, die sich abseits des Berufs für andere in besonderer Weise eingesetzt und viel Zeit für das Allgemeinwohl geopfert haben. „Und das haben Sie über viele Jahrzehnte getan. Der VfL Löningen wäre wohl ohne Ihre Verdienste nicht der Sportverein, der er heute ist. Unser Gemeinwesen lebt davon, dass es Menschen wie Sie gibt, Herr Bögershausen, die mehr leisten als sie müssten.“

Seit 1969 sein Herzblut in den VfL Löningen gesteckt

Bögershausen habe seit 1969, seitdem er in Löningen lebe, sein Herzblut in den VfL gesteckt. Dabei habe er immer ein besonderes Augenmerk auf die „Kleinsten“, die F- und E-Jugend-Fußballer gelegt. Damit dem VfL nicht nur auf dem Platz, sondern auch finanziell nicht die Puste ausging, nutzte der Löninger seine guten Kontakte zur Wirtschaft und kümmerte sich um Sponsorings. „Der Verein hat betont, dass Sie stets einen Weg gefunden haben, um die Wünsche der Sportler zu realisieren, seien es neue Schuhe oder Trainingsanzüge. Das gipfelte 1994 darin, dass Sie mit der Unterstützung von 20 Unternehmen dem VfL einen eigenen Fuhrpark bereitstellten und diesen auch noch selbst organisierten“, zählte der Landrat auf. Dabei dankte er auch Lore Bögershausen, die mit ihrem Mann diesen Vereinsfuhrpark als Teil des engagierten „Familienunternehmens“ mitbetreut habe.

Die Liste der Verdienste des bekannten Sportsmanns, bei der er im VfL immer als die „Ideen gebende und treibende Kraft“ gesehen wurde ist sehr lang. Der Landrat zählte den Sportförderkreis 100×100, die Durchführung des OM-Cups oder das Turnhallen-Projekt auf. „30 Jahre Diskussion enden in einer neuen Turnhalle. Es ist doch schön, wenn Bemühungen in etwas Greifbarem enden, dass noch Generationen erfreuen wird“, fand Landrat Johann Wimberg.

Und wer denke, dass neben all diesen ehrenamtlichen Tätigkeiten kein Platz bleibe, liege falsch. „Scheinbar blieb auch noch Zeit, um zweimal im Jahr für den „Aktionskreis Pater Beda“ Straßensammlungen für die arme Bevölkerung Brasiliens zu organisieren. Und das 40 Jahre lang als Organisator für 400 Ehrenamtliche. Und auch für die „Strahlemann-Initiative“ haben Sie als Vermittler und Job-Pate viel Zeit investiert“. Aufgrund dieser langen Liste von Verdiensten sei es für den Landkreis und auch für die Stadt Löningen selbstverständlich gewesen, sich für eine besondere Auszeichnung auszusprechen. „Vieles im Landkreis und ganz besonders in der Stadt Löningen ist untrennbar mit dem Namen von Rudolf Bögershausen verbunden.“

„Sie haben heute viele Weggefährten, die mit dem Herzen dabei sind“

„Sie haben heute viele Weggefährten, die mit dem Herzen dabei sind“, sagte auch Löningens Bürgermeister Marcus Willen als Gastgeber der Verleihung im Löninger Rathaus. Das Bundesverdienstkreuz bringe den Dank des Volkes und des Staates für eine erbrachte Leistung zum Ausdruck. So ein Vorgang sei immer eine „geheime Kommandosache“, die Überraschung dadurch aber perfekt.

Das Ehepaar Bögershausen dankte für die große Auszeichnung. „Auch denen, die die Auszeichnung angeleiert haben und Rudolf das zugetraut haben“, betonte Ehefrau Lore. Erst gestern habe sie ihren Mann eingeweiht und bis dahin die Verleihung monatelang geheim gehalten. Die Freude sei sehr groß.

Die Feierstunde im Sitzungssaal des Löninger Rathauses fand unter strengen Corona-Regeln im kleinsten Kreis der Familie statt. Alle Beteiligten hatten sich darüber hinaus zuvor einem Corona-Test unterzogen.

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