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„1789” – Eines der Gemälde von Werner Gergaut.


pm/ak Sögel.
Wieder konnten sich Verantwortliche des Emslandmuseums Schloss Clemenswerth über eine großzügige Schenkung freuen. Der bei Hamburg lebende Künstler Werner Gergaut und seine Frau Jutta haben der Sammlung des Museums 33 Gemälde und 14 kinetische Objekte aus Holz und Draht als Schenkung übergeben. Kennern der Ausstellungsreihe „ForumForm Clemenswerth” ist Gergaut kein Unbekannter: 2009 zeigte das Museum eine große Werkschau des Künstlers im Pavillon Clement August. Gergaut hat eine klassische Künstlerausbildung erfahren, u.a. bei Hans Thiemann, der Bauhaus-Schüler von Paul Klee und Wassily Kandinsky war.
Museumsdirektor Oliver Fok, der eine enge Verbindung zu dem Künstler-Ehepaar pflegt, freut sich, dass das Museum damit ein weiteres bedeutendes zeitgenössisches künstlerisches Werk in die Sammlung des Museums aufnehmen konnte. Es verstärke den neben der Barockthematik wichtigen Sammlungsbereich der zeitgenössischen Kunst am Emslandmuseum und biete ein weiteres Highlight für das Publikum.

Werner Gergaut mit Ehefrau Jutta und Museumsdirektor Oliver Fok im Jahr 2009 bei einer Vernissage auf Schloss Clemenswerth. Foto: Emslandmuseum

„Eine Schenkung ist neben dem Renommee eines Museums immer auch eine Frage des persönlichen Vertrauensverhältnisses”, erklärt Hermann Bröring, Vorsitzender des Emsländischen Heimatbundes. Es ist die zweite große Schenkung eines lebenden Künstlers, die das Museum in den letzten Jahren erhalten hat. Bereits im Jahr 2013 konnte Oliver Fok das aus 260 Unikat-Glasobjekten bestehende Lebenswerk des Hamburger Künstlers Wolfgang Pohl entgegennehmen und in einer Dauerausstellung dem Publikum präsentieren.

Nach Meinung von Prof. Rüdiger Joppien, angesehener Kunsthistoriker und Kurator, ist die am Emslandmuseum präsentierte Glas-Sammlung in Deutschland einmalig. Allerdings muss die Gergaut-Schenkung mitunter durch die Absage des Baus des Besucherzentrums noch auf eine Präsentation in den Räumlichkeiten des Schlosses warten. Die kinetische Holzfigur „Stier“ wird aber über die Saison im Medienraum präsentiert und informiert so Besucher über die bereichernde Schenkung, die – so die Planung – ab November in einer Sonderausstellung zu sehen sein könnte.