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Die Oldenburgische Wirtschaft setzt trotz des Lockdowns die leichte Erholung fort. Das zeigt eine IHK-Umfrage. Aber: 2021 wird ein schwieriges Jahr.

eb/tka Oldenburger Land.
Trotz des erneuten Lockdowns im Dezember hat sich die wirtschaftliche Erholung im Schlussquartal des Jahres 2020 leicht fortgesetzt. Bis auf die direkt und hart vom Lockdown betroffenen Einzelhändler und Dienstleistungsunternehmen, melden Industrie, Baugewerbe, Großhandel sowie Transport- und Logistikunternehmen gegenüber dem Vorquartal eine Belebung ihrer Geschäftstätigkeit. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) unter rund 300 Unternehmen im Oldenburger Land.

„Die leichte Erholung ist ein beachtliches Ergebnis“, sagt Dr. Thomas Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer der IHK. „Das ist auf die Wirtschaftszweige zurückzuführen, die kaum oder gar nicht vom Lockdown betroffen sind.“ Der Unterschied zum ersten Lockdown im Frühjahr 2020 sei, dass nun die Lieferketten weitest gehend intakt geblieben seien. Die Produktion und der Transport von Gütern funktionierten mittlerweile besser, auch über die Ländergrenzen hinweg, so Hildebrandt.
„Dennoch bleiben die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie auch im Jahr 2021 deutlich zu spüren“, kommentiert der IHK-Hauptgeschäftsführer die Umfrageergebnisse. Jeder dritte Befragte geht von einer eher ungünstigen Entwicklung aus, rund 13 Prozent rechnen mit einer weiteren Erholung. Sehr viel hänge auch für die Wirtschaft davon ab, dass schnell geimpft und eine hohe Quote erreicht werde, so Hildebrandt.

Es bleibe abzuwarten, ob der Aufschwung schnell und kräftig wie nach der Finanzkrise verlaufen werde. Denn die Pandemie habe bei vielen Unternehmen zu Rückgang von Eigenkapital geführt. Die Finanzierung notwendiger Investitionen könne dadurch erschwert werden. Hier habe die Politik anzusetzen, so Hildebrandt. Nach derzeitiger Planung bleiben die Investitionsausgaben verhalten und die Beschäftigtenzahl in etwa konstant.

 

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